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Aus eigener Kraft

Zukunft für Bosnien und Herzegowina e.V.

(Informationsschrift, Stand: 03.01.2008)

 

1.      Der Verein „Aus eigener Kraft“

Der gemeinnützige Verein „Aus eigener Kraft“ wurde im August 2002 in Ingolstadt gegründet, um ein  1999 begonnenes Hilfsprojekt in Bosnien und Herzegowina, insbesondere für einen Kindergarten in einem abgelegenen Bergdorf, offiziell zu verankern. 

 

2.      Auszug aus der Vereinssatzung

Vereinszweck

Zweck des Vereins ist die Förderung der Erziehung und Bildung, des Feuer-, Katastrophen- und Zivilschutzes und der Völkerverständigung. Der Verein hat das Ziel, Unterstützung bei Rückkehr und Erhaltung zu einem normalen, ortsüblichen Lebensumfeld zu schaffen. Auf weite Sicht soll die Hilfe zur Selbsthilfe gefördert werden. Die noch immer allgegenwärtigen Folgen des Krieges sollen dadurch für die Betroffenen gelindert werden.

Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:

Mitwirken beim Aufbau, der Erhaltung, dem Betrieb und der Unterstützung  von Kindergärten und –heimen sowie Schulen, in denen die Volksgruppen des Landes vereint sind,

Finanzielle und materielle Unterstützung beim Feuer-, Katastrophen- und Zivilschutz,

Aufklärung der Bevölkerung in Deutschland und den ehemaligen Krisengebieten Jugoslawiens durch Vorträge und Ausstellungen.

Durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit einer ¾ Mehrheit, kann die Tätigkeit des Vereins auf andere Staaten oder Krisenregionen ausgeweitet werden.

Gemeinnützigkeit

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

3.      Wie alles begann

Von Juli bis Dezember 1999 waren Soldaten der ehemaligen Ingolstädter Spezialpionierkompanie 600 in Bosnien und Herzegowina, im Rahmen der NATO Stabilization Force (kurz: SFOR), in der Nähe der Hauptstadt Sarajewo eingesetzt. Die Aufgaben dieser Soldaten waren u.a. die Stromversorgung, die Wasserver- und -entsorgung, der Brandschutz sowie Installations-, Reparatur- und Bauarbeiten aller Art für ein sogenanntes Feldlager mit den Ausmaßen einer Kleinstadt mit rund 4.500 Soldaten aus Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, der Urkaine und Albanien.

Die deutschen Soldaten aus dem vorherigen Einsatzkontingent hatten eine lose aber regelmäßige Beziehung, durch wöchentliche Besuche und materielle Unterstützung in geringem Umfang, zu einem Kindergarten im Bergdorf Vukanovici. Das Dorf ist ca. 60 km entfernt, nördlich von Sarajewo gelegen. Der Kindergarten wurde von einer italienischen Hilfsorganisation, dem Comitato di Bergamo, aufgebaut und finanziert.

Mitte Juli 1999 bittet der katholische Pfarrer, Branko Karlic – ein Typ wie Don Camillo in den besten Jahren – die Ingolstädter Soldaten um Hilfe. Die italienische Hilfsorganisation kann in Bosnien und Herzegowina nicht weiter so helfen wie in der ersten Zeit nach den Kriegsjahren, weil die Hilfe jetzt

vorrangig auf das Kosovo konzentriert weden soll. Der Kindergarten muss schließen, wenn sich niemand findet, der willens und in der Lage ist finanziell zu unterstützen. Die örtlichen Behörden können dieses keinesfalls.

Nach eingehender, sich nicht immer einfach gestaltender Bewertung der Situation ist man sich sicher: Man will helfen – und zwar auf Dauer und nicht so wie eine Vielzahl von Hilfsorganisationen nur, bis sich ein neuer Krisenherd auf dieser Welt auftut.

Die Ingolstädter Soldaten finanzieren die Kindergärtnerin Danica Mijatovic zunächst aus der eigenen Tasche. Hilfe wird in Böhmfeld gesucht, der Patengemeinde der Spezialpionierkompanie 600 aus Ingolstadt. Dass sich hier, so kurz nach dem Krieg der Volksgruppen, jeweils 12 muslimische (aus der Nachbarortschaft Zlokuce) und katholische Kinder (aus Vukanovici) mit einer serbischen Kindergärtnerin unter einem Dach friedlich vereinen, unterstützt durch den katholischen Pfarrer Branko und den muslimischen Schuldirektor Muhammed Kardric, erscheint mehr als vorbildlich.

Noch im November 1999 besucht eine Delegation aus Böhmfeld, unter Führung des Bürgermeisters Alfred Ostermeier, ihre Patenkompanie bei Sarajewo und überzeugt sich persönlich vor Ort von den Gegebenheiten. Das Hilfsprojekt für den Kindergarten wurde von den Vetretern der Gemeinde Böhmfeld gemeinsam mit den Ingolstädter Soldaten aus der Taufe gehoben.

Die Hilfe erfolgte nun für die ersten 3 Jahre als inoffizielle Hilfeleistung, primär im Vertrauen in die Person des Kompaniechefs der Einsatzkompanie in Bosnien und Herzowina und der Spezialpioniere aus Ingolstadt, Udo Nagels.

 

4.      Das Projekt im Laufe der Jahre

1999 - Der bosnische, multiethnische „Muster-Kindergarten“ für Vukanovici (katholisch) und Zlokuce (muslimisch) soll schließen. SFOR-Soldaten der Spezialpionierkompanie 600 aus Ingolstadt helfen durch ihre Spenden. Die Patengemeinde der Kompanie, Böhmfeld, besucht ihre Ingolstädter mit einer Abordnung in Bosnien und beschließt die Hilfe zu unterstützen. Kleidung, Spielsachen, Schreib-, Mal- und Bastelmaterial für die Kindergartenkinder werden eingeführt und verteilt. Das Sammeln, Sortieren, Transportieren und Verteilen von Hilfsgütern ist dabei ein besonderer Verdienst der Familie Bäuerlein aus Böhmfeld, die über Jahre hinweg ihre Garage als Sammelstelle zur Verfügung stellte und  die überwiegende Mehrzahl an Materialtransporten organisierte.

Das private Hilfsprojekt „Kindergarten Vukanovici“ ist geboren.

2000 - Erster Besuch nach dem Auslandseinsatz in Vukanovici und Zlokuce. Böhmfelder Bürger und Ingolstädter Soldaten überzeugensich im Rahmen einer privat organisierten Fahrt im Sommer des

Jahres vor Ort davon, dass ihre Spendengelder die richtige Verwendung finden und ihr Engagement gerechtfertigt ist. Materielle Hilfsgüter werden wie im Vorjahr eingeführt und vor Ort eigenhändig nach Bedürftigkeit verteilt.

2001 - Erneuter Besuch einer Abordnung – Erdrutsch Mitte Juni! Zlokuce musste nahezu komplett evakuiert werden. Nur wenige muslimische Kinder können im Kindergarten in Vukanovici verbleiben. Ob und wie geholfen werden kann ist unklar. Die Unterstützung des Kindergartenbetriebs soll aufrecht erhalten werden. Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr von Novo-Sarajevo, mit der im Rahmen des SFOR-Einsatzes freundschaftliche Verbindungen geschlossen wurden, durch Eigeninitiative von Soldaten der Spezialpionierkompanie 600. Ein Löschfahrzeug wird in Ingolstadt hergerichtet und nach Sarajewo transportiert. Die Kosten hierfür gingen nicht zu Lasten des Hilfsprojektes für den Kindergarten.

2002 - Insgesamt 3 Besuche auf dem Balkan, um die Zukunft unseres Projekts, nach dem Erdrutsch von 2001, zu sichern: Der „Berg“ muss nach dem Erdrutsch stabilisiert werden, damit nicht das ganze Dorf Vukanovici herunterrutscht - Dränagen sollen gebaut werden.

Trotz der Hilfe des deutschen SFOR-Kontingents, der persönlichen Unterstützungszusage des bosnischen Verteidigungsministers, des deutschen Auswärtigen Amtes und der Finanzierung der  Beschaffung von Baumaterial durch die Ingolstädter und Böhmfelder Helfer leider kein endgültiger

Durchbruch. Gemeinsam mit bosnischen Soldaten gelingt es nur einen Teil der erforderlichen Dränagekanäle zu bauen – die Zukunft der Dörfer bleibt ungewiss. In Zlokuce leben nur noch einzelne Personen, keine Kindergarten- oder Schulkinder mehr.

Die Gründung des gemeinnützigen Vereins „Aus eigener Kraft – Zukunft für Bosnien und Herzegowina e.V.“ erfolgt am 22. August 2002. Anlass waren letztlich unzählig gewordene Anfragen nach der Ausstellung von Spendenbescheinigungen, was zuvor als reine private Eigeninitiative nicht möglich war.

2003 - 2 Besuche in Bosnien und der einzige Gegenbesuch von Pfarrer Branko Karlic in Ingolstadt

und Böhmfeld. Im Vorjahr wurde Pfarrer Branko versetzt. Mit seinem Nachfolger war keinerlei Zusammenarbeit, aufgrund dessen Desinteresse, möglich. Pfarrer Branko kümmert sich aus der Entfernung weiterhin um das Wohl seiner alten Gemeinde.

14 besonders bedürftigen Personen wird durch Geld für Lebensmittel über den Winter geholfen. Unser Kindergarten hat leider keine muslimischen Kinder mehr - die Folgen des Erdrutsches. Doch die Verbleibenden sollen dafür nicht „bestraft“ werden - das Projekt soll weiter fortgeführt werden, so die einhellige Meinung!

2004 - Es gibt wieder einmal kleinere Probleme mit den Behörden vor Ort, die aber in den Sommerferien geklärt wurden. Seit Juli des Jahres ist der Kindergarten Vukanovici als offizielle pädagiogische Einrichtung für Vorschulkinder angemeldet und registriert – kostenfrei war dies allerdings leider nicht. Die Behörden in Bosnien und Hezegowina dürfen unbürokratische Hilfe nicht mehr zulassen.

Das Hilfsprojekt Kindergarten funktioniert ansonsten reibungslos. Die Grundschule in Vukanovici und die weiter führende Schule in Trsce werden mit Schulmaterial unterstützt. U.a. werden über 60 in Deutschland ausgemusterte Computer in Verbindung mit der „Kriegskindernothilfe e.V.“ aus Roth bei Nürnberg nach Bosnien und Herzegowina transportiert. Die „Kriegskindernothilfe“ übernimmt den Tranport und die Einrichtung der Computer vor Ort und bekommt dafür gut die Hälfte der Computer für ihre Hilfsprojekte zur Verfügung gestellt. Die Computer sollen vor allem dazu dienen, dass Heranwachsende auf die Arbeitswelt vorbereitet werden können. Ein 2. Feuerwehrauto, ein Tank- und Löschfahrzeug, ausrangiert von der Freiwilligen Feuerwehr Böhmfeld, wird wieder mit sehr viel Engagement und ausschließlich finanziellen Eigenleistungen, die das Budget des Vereins nicht belasteten, hergerichtet und nach Novo-Sarajevo transportiert

3 Fahrten waren 2004 widerum erforderlich, um alles im Sinne der Helfer, des Kindergartens, der Schulen in Vukanovici und Trsce sowie der weiterhin unterstützten hilfsbedürftigen Einzelpersonen zu regeln.

2005 - Im Mai wird festgestellt, dass sich der Betrieb des Kindergartens in Vukanovici nicht weiter vertreten lässt – im Schul- und Kindergartenjahr 2005/2006 werden dort voraussichtlich nur noch 4 Kinder sein. Die jüngere Bevölkerung verlässt zunehmend die entlegenen Regionen, da es hier kaum  Arbeitsmögichkeiten gibt. Vor Ort wird abgesprochen, dass der Kindergarten in das nahe gelegene Trsce, den Ort der weiter führenden Schule, verlegt werden soll. Dort wird der neue Kindergarten einen Einzugsbereich von 4 Schulen, einschließlich Vukanovici, haben. Zudem sollen die Schulen Vukanovici, Trsce, Zagrade und Bljela Njeva materiell unterstützt werden. Der Zukunft des Hilfsprojekts war in 4 Schritten geplant:

  1. Zunächst sollte sichergestellt sein, dass der Kindergarten in Vukanovici, obwohl voraussichtlich nur noch 4 Kinder betreut werden (gem. der bosnischen Bestimmungen müssten es mindestens 12 Kinder sein) im Kindergartenjahr 2005/2006 weiter existieren darf – dieses wurde sichergestellt. Im Rahmen des nächsten Besuchs einer Delegation in Bosnien im Herbst 2005 wurden die Antragsformalitäten erledigt, so dass der Kindergarten erneut offiziell registriert werden konnte.
  2. Darüber hinaus wurden die organisatorischen Rahmenbedingungen, Personalauswahl (Auflage seitens des Vereins - die jetzige Kindergärtnerin Danica Mijatovic soll den neuen Kindergarten, als bisher verlässliche Mitarbeiterin und Vereinsmitglied, leiten) Infrastruktur-, Strom- und Wasserkosten abgesprochen und fixiert.
  3. Bis zum ersten geplanten Besuch einer Delegation im Frühjahr 2006 waren alle Formalitäten  zu erledigen. Im Rahmen dieses Besuchs soll der Umzug für die Sommerferien 2006 organisiert werden. Die Schließung des Kindergarten Vukanovici sollte offiziell begangen werden.
  4. Zum Schul-/Kindergartenjahresbeginn sollte der neue Kindergarten im September 2006 seine Arbeit aufnehmen.

Letztlich waren es dann doch noch 7 Kinder für das Kindergartenjahr 2005/2006. Darüber hinaus wurden die bedürftigen Einzelpersonen alle unverändert materiell, aber nur noch z.T. weiterhin finanziell unterstützt.

2006 – Herbert Hoffmann, aktives Vereinsmitglied und pensionierter Soldat, trat Mitte Mai seinen Dienst als wehrübender Reservist im deutschen Feldlager in der Nähe Sarajewos an, der bis Anfang Oktober andauern sollte. Nur durch seine monatelange Präsenz und sein persönliches Engagement war es möglich den neuen Kindergarten in Trsce aufzubauen, denn zur Verfügung stand lediglich ein großes, leeres Klassenzimmer – nichts Kindgerechtes, keine Toiletten oder Waschgelegenheiten, keine Möbel. Durch seinen Einsatz und den von Spezialpionieren des Bundeswehrkontingentes aus Speyer wurden die infrastrukturellen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen. Lediglich das Material musste finanziert werden: Dies geschah zu einem Anteil durch unseren Verein, zum größten Anteil durch die italienische Hilfsorganisation „Lodi per Mostar“ (Lodi ist eine Gemeinde nahe Mailand), durch eine Sammlung bei den deutschen Einsatzsoldaten durch Herbert Hoffmann und den „Bund Deutscher Pioniere e.V.“.

Noch immer nach der Tradition der ehemals sozialistischen Staaten in Europa, begann das neue Schul- und Kindergartenjahr am 1. Montag im Monat September. Der Kindergarten in Trsce konnte offiziell eingeweiht und eröffnet werden. 38 Kinder wurden für das erste Jahr in unserem neuen Kindergarten angemeldet. Ein Erfolg, der alle Erwartungen übertraf.

Zudem eine große Überraschung in Vukanovici: Anstatt der nur noch 3-4 Kinder, mit denen wir gerechnet hatten, waren wieder 10 Kinder im Kindergartenalter dort. Das Land ist immer wieder für eine Überraschung gut. Außerdem ein neuer Pfarrer, Viktor Sosic, ein Typ wie der alte Pfarrer Branko – einfach ein Typ, mit Interesse für seine „Schäflein“, mit Kooperationsgeist und dem Willen zu helfen. Sein Wohnzimmer stellte er der neu eingerichteten Kinderspielgruppe unter neuer Leitung einer der Mütter, Sladjana Jakovic zur Verfügung.

Als Verein unterstützen wir die Finanzierung der Kinderspielgruppe in Vukanovici, treten hier aber nicht wie in Trsce oder zuvor als Vukanovici als Verantwortlicher für den Betrieb auf – das liegt hier jetzt in Initiative der Bevökerung Vukanovicis.

 

5. Die aktuelle Situation – 2007 bis heute – Ausblick

Im Rahmen zweier Fahrten, im Juni und im September 2007 konnten wir uns davon überzeugen, dass beide Projekte – die Kinderspielgruppe in Vukanovici sowie der Kindergarten in Trsce – in unserem Sinne betrieben werden und problemlos in die Zukunft blicken können. Einzig die Kinderzahl sinkt aufgrund der allgemeinen demographischen Entwicklung in der Region auf 25 Kinder im Kindergarten und 6 Kinder in der Kinderspielgruppe. In Vukanovici ist aber Nachwuchs in Aussicht. Die Leiterin der Kinderspielgruppe ist schwanger und steht zunächst nicht mehr zur Verfügung. Ihre jüngere Schwester, Jasna Marijanovic übernimmt ihre Aufgaben. Die Schulen in Trsce und Vukanovici wurden mit Schulmaterial unterstützt. Die Hilfe für Einzelpersonen musste aufgrund der finanziellen Situation eingestellt werden.

Die aktuell unbefriedigende finanzielle Situation war dann zentrales Thema der Jahreshauptversammlung von November 2007. Die Spendenbereitschaft der vergangenen Jahre hatte spürbar nachgelassen, so dass ein ganzes Maßnahmenpaket beschlossen werden musste – sonst hätten alle Hilfsprojekte mit Ablauf des Kindergartenjahres 2007/2008 beendet werden müssen. Einhelliger Konsenz bestand darüber, dass es dies nicht im Interesse des Vereins sei.

Über zwei der Maßnahmen konnten die Mitglieder unmittelbar befinden. Diese waren:

  1. eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge und
  2. eine Erhöhung der Beiträge der Eltern in Bosnien zum Kindergartenbetrieb.

Fünf weitere Maßnahmen müssen einzeln angeschoben werden:

  1. die Gewinnung von Patenschaften,
  2. die Werbung von Neumitgliedern,
  3. Haussammlungen,
  4. Spendeneinnahmen und
  5. Unterstützung durch die italienische Gemeinde Lodi (bei Mailand), die bereits 2006 den materiellen Aufbau des Kindergarten Trsce finanziell unterstützt hatte.

Aktuell scheinen wir auf einem guten Weg zu sein. Ziel ist es zunächst, dass bis April 2008 das Signal auf den Balkan gegeben werden kann, dass das kommende Kindergartenjahr bis Mitte 2009 gesichert ist. Spätestens zum Beginn dieses neuen Kindergartenjahres wollen wir im September 2008 eine positive Aussage bereits im Hinblick auf das Jahr 2009/2010 machen können. Dazu stehen die Zeichen gut, weil sich vor allem unsere italienischen Freunde positiv zu unserem Hilfeersuchen geäußert haben. Erfolgreich werden wir aber nur sein, wenn wir gemeinsam für unser Projekt werben und immer wieder neue Helfer und Interessenten finden, die willens sind uns zu unterstützen.

Ein hoch gestecktes Ziel gilt es in den kommenden Jahren immer wieder erneut zu betrachten: Unser Verein trägt seinen Namen „Aus eigener Kraft“ nicht aus einer Laune heraus, sondern weil wir erreichen wollen, dass unsere Projekte sich in Zukunft im Land selbst, ohne unsere finanzielle Unterstützung, tragen. Es ist schwer hier eine Prognose abzugeben, wann dieses tatsächlich realisiert werden kann. Aber spätestens für das Jahr 2012, zum 10-jährigen Bestehen unseres Vereins, ist es beabsichtigt zu dieser Thematik einen Zeitplan mit den Betroffenen in Bosnien und Herzegowina erarbeitet zu haben. Und Ziel soll es dann sein, dass wir uns mit unserer finanziellen Unterstützung innerhalb von 3 Jahren so zurückziehen können, dass kein Scherbenhaufen, sondern eine funktionierende Kinderbetreuung zurück gelassen wird.

Das Jahr 2012 wird damit auch spätestens zum Jahr der Entscheidung dafür, wie und wo wir uns anschließend weiterhin engagieren wollen – das Ob steht dabei nicht in Frage.

 

     6. Erreichbarkeit, Informationen und vieles mehr

Anschrift:

„Aus eigener Kraft – Zukunft für Bosnien und Herzegowina e.V.“,

85053 Ingolstadt, Pionierkaserne auf der Schanz, Manchinger Straße 1 / 74 – TSG.

Erreichbarkeit:

1. Vorsitzender, Udo Nagels – Tel. 0179 / 77 39 22 3,

E-Mail – info@aus-eigener-kraft.de,

Internet – www.aus-eigener-kraft.de .

Bankverbindung:

Aus eigener Kraft, Sparkasse Ingolstadt, BLZ 721 500 00, Konto 50 30 29 42.

Mitgliedschaft und Patenschaft:

Auf Anfrage Zusendung eines Aufnahmeantrages oder Erklärung zur Übernahme einer Patenschaft,

Mitgliedsbeiträge 48,- €/Jahr für Einzelpersonen und 58,- €/Jahr für Familien, Paare etc.,

Patenschaften sollen auf einen Zeitraum von 3 Jahren mit einem frei zu wählenden, monatlichen Unterstützungsbetrag ausgelegt sein – üblicherweise sind dies 5,- oder 10,- € pro Monat.

 

Kindergärtnerin Dana überreicht zum...
...Abschluss das Kindergartendiplom.
Übergabe des 2. Feuerwehrautos...
...am 6. Mai 2005 in Novo-Sarajewo.


Aus eigener Kraft | info@aus-eigener-kraft.de